Verdauungsorgane

Arsenicum album hilft bei stark faulig riechendem Durchfall, der in kleinen Mengen abgesetzt wird, fallweise mit Blut und Schleim vermischt, und bei Erbrechen. Beschwerden werden meist ausgelöst durch Fütterungsfehler, verdorbene Nahrungsmittel, insb. Fleisch und Fisch.

Die Katze trinkt oft, jedoch ganz wenig, erbricht es ev. sofort wieder, ist ängstlich, unruhig, wechselt oft den Platz - Unruhe ist eines der wichtigsten Symptome - ebenso wichtig ist Verschlimmerung gegen Mitternacht und die große Mattigkeit; auch Abmagerung. Ars. alb. paßt besonders gut zu sehr "ordentlichen" Tieren, die Wert auf ein gepflegtes Aussehen legen.


Nux vomica hilft gegen Beschwerden durch zu vieles und zu schweres Essen, auch bei Folgen von Reisestreß; besonders geeignet für nervöse, ungeduldige Tiere, die sehr gereizt sind, sogar aggressiv werden können. Mittel bei Übelkeit, Erbrechen, typisch dabei Hunger trotz vorhandener Übelkeit. Es kommt sowohl Durchfall wie auch Verstopfung vor. Auffällig ist häufiger erfolgloser Stuhldrang oder bei Durchfall Abgang nur geringer Mengen von Kot bei jedem der häufigen Versuche.


Pulsatilla hilft gegen verdorbenen Magen besonders durch fette Speisen. Auffällig ist die Durstlosigkeit bei trockenem Mund


Ipecacuanha: Typisch ist bei diesem Mittel die ständige, nicht nachlassende Übelkeit, bei der auch Erbrechen keine Erleichterung bringt, Übelkeit, die alle Beschwerden begleitet; Durchfall mit "gegorenen", grasgrünen oder schleimigen Stühlen mit mehr oder weniger Blut.


Calcium carbonicum: bei säuerlich riechenden Durchfällen vor allem bei schwabbeligen, zur Dickheit neigenden Tieren mit viel Fell und gutem Appetit. Es riecht nicht nur der Stuhl sauer, das ganze Tier riecht sauer. Der Bauch ist aufgetrieben. Durchfall ist nachmittags schlimmer. Typisch ist auch ein Widerwillen gegen frische Luft. Die Tiere hassen den leisesten kühlen Luftzug.


Carbo vegetabilis hilft bei Verdauungsstörungen ,die mit stinkenden Blähungen verbunden sind (wenn man die Katze auf den Arm nimmt etc. stellt man fest, daß sie stinkt); hat sich besonders auch bei Jungtieren bewährt. Die Blähungen sind nicht unbedingt mit Durchfall verbunden, meist jedoch mit breiiger Beschaffenheit des Kots. (Häufig ist Dosenfutter die Ursache, eine Unverträglichkeit der Kohlehydrate, wie sie im Dosenfutter häufig enthalten sind. Die Unverträglichkeit vergeht meist, wenn das Jungtier ca 1 Jahr alt ist.)


Mercurius solubilis und Mercurius corrosivus hilft bei schweren Durchfällen. After wund, gerötet, die Katze will sich nicht säubern lassen, vergeblicher Drang nach jeder Entleerung, Tenesmus des Rectums; Stuhl ev. blutig-schleimig


Podophyllum: bei wässerigem, sehr übelriechendem Durchfall, der mit großem Druck und in großen Mengen abgesetzt wird, wie aus einem Wasserrohr herausschießt; Podophyllum ist besonders dann angezeigt, wenn der Durchfall bei Jungtieren während des Zahnens oder des Zahnwechsels auftritt; typisch ist auch das Brechwürgen ohne Erbrechen.


Lycopodium wirkt besonders gut bei ganz Jungen und Alten, die schwächlich, reizbar und verdrießlich sind. Im Gegensatz zu Carbo veg., wo die Blähungen vom Oberbauch ausgehen, ist bei Lyc. vor allem der Unterbauch aufgebläht, mit lautem Rumoren, oft in Verbindung mit chron. Leberleiden. Stühle sind blaßgelb oder grünlich, übelriechend, anfangs klumpig, dann weich. Verstopfung, ähnlich wie bei Nux vom., verbunden mit häufigem vergeblichem Stuhldrang aber während er bei Nux vom.durch unregelmäßige Darmperistaltik verursacht wird, besteht hier ein krampfhaftes Zusammenziehen des Afters, das den Stuhlgang verhindert und heftige Schmerzen verursacht.


Opium hilft, wenn die Darmperistaltik gänzlich aufgehoben scheint, es besteht nicht einmal das Verlangen nach Stuhlgang.


Bei jedem sehr starkem Durchfall und oder starkem Erbrechen, bzw. wenn am 2. Tag noch keine Besserung zu bemerken ist, zum Tierarzt! Der große Flüssigkeitsverlust könnte lebensgefährlich werden. Erbrechen und Durchfall können auch der Beginn einer ernsten Infektionskrankheit sein.