Aconitum: Es wirkt nur ganz kurze Zeit bei Beginn der Erkrankung, bevor der Infekt auf einem Organ lokalisiert ist, besonders wenn die Erkrankung durch Zugluft, trockene, kalte Luft, ausgelöst wurde. Typisch ist das plötzlich einsetzende Fieber gegen Abend; trockene, heiße Haut, Angst, Unruhe, Atmung und Herzschlag sind beschleunigt. Besonders wirksam ist Aconitum auch bei Ohrenschmerzen nach Zugluft.


Dulcamara hilft bei einer Ohrentzündung, der ein Bad vorausgegangen ist.


Belladonna: Belladonna-Entzündungen sind, anders als bei Aconitum, mehr auf eine Stelle beschränlkt, z. B. eine starke Halsentzündung, beginnender Katzenschnupfen (wenn die Katze noch etwas frißt), plötzliche, heftige, pulsierende Ohrenschmerzen. Anfallsweises, plötzliches Auftreten, schneller Verlauf; das Kitten ist z. B. in einer Minute vollkommen gesund und in der nächsten schwerkrank. Fieber mit heißem Kopf, kühlen Extremitäten, schneller, harter Puls, erweiterte Pupillen, Schleimhäute trocken, hochrot, Auffahren und Zucken im Schlaf, wie wenn die Katze in Krämpfe fallen würde. Sie leidet nicht unter Angst, ist aber gereizt. Sie mag keine Berührungen, kein grelles Licht, keinen Lärm und keine Erschütterung. Folge von Durchnässung, feuchtem Wetter.


Nux vomica: "Große Hitze, der ganze Körper brennend heiß, besonders das Gesicht rot und heiß, dennoch kann der Patient sich nicht bewegen oder im geringsten entblößen ohne zu frösteln." Die Ursachen für das Fieber können vielfältig sein, entscheidend sind diese Symptome.


Ferrum phosphoricum: bei Fieber in Zusammenhang mit einer unklaren Infektion oder nach einer Impfung, das Allgemeinbefinden ist nicht so stark beeinträchtigt. Ferr.Ph. hat sich auch bei symptomarmen Ohrenschmerzen bewährt.


Lachesis: Rachen ist dunkelrot verfärbt; Stimmlosigkeit und Schluckbeschwerden, vorwiegend linksseitig, so beginnt z. B. eine Ohrentzündung links und wandert dann nach rechts, (bei Lycopodium ist es genau umgekehrt); der Patient liebt kalte Schlafplätze und schläft sich in die Verschlimmerung hinein, Katzen miauen viel, sind berührungsempfindlich mit heftigen Abwehrreaktionen im Hals- und Bauchbereich, alles, was in die Nähe der Nase oder des Mundes kommt, stört beim Atmen. Die Katze mag nichts Einengendes um Hals und Brust, kein Halsband.


Mercurius: Halsschmerzen mit starkem Speicheln; bei eitrigen Mandeln gilt dasselbe wie bereits bei Hepar sulfuris beschrieben: keine Tiefpotenz......; Beginn mit aufsteigendem Frösteln, meist abends - in diesem Stadium kann man noch eine Erkrankung "abfangen" - schlimmer nachts. Schweiß lindert nicht, die Beschwerden nehmen mit dem Schweiß zu. Absonderungen sind erst dünn und wundmachend, später werden sie dicker und mild.


Sticta pulmonaria hilft bei Husten begleitet von trockenem Schnupfen, ev. verbunden mit akuten Gliederschmerzen. Niesen mit verstopfter Nase, Schlaflosigkeit, die nicht nur durch Husten ausgelöst ist sondern durch einen Zustand von Nervosität


Ipecacuanha: krampfhafte Hustenanfälle durch Schleimanhäufung mit Würgen bis zum Erbrechen, hilft auch bei Emphysem infolge chronischen Asthmas.


Allium cepa: Schnupfen, Tränen fließen reichlich, brennen, machen aber nicht wund, der Nasenausfluß dagegen ist scharf und wundmachend; anhaltendes und häufiges Niesen. Alles ist schlimmer im warmen Zimmer und besser in frischer Luft.


Euphrasia: Im Gegensatz zu Allium cepa ist bei Euphrasia die Tränenflüssigkeit so scharf, dass die Umgebung der Augen wund ist und hässliche Spuren entstehen, der Nasenausfluß dagegen ist mild; ev. zäher Schleim auf der Hornhaut. Husten trocken, aber locker, im Gegensatz zu den meisten Hustenformen schlimmer am Tage und nicht störend in der Nacht.


Kalium bichromicum: "Leiden jeglicher Schleimhäute, mit Ausfluß von zähem, klebrigem, festsitzendem Schleim welchen man in lange Fäden ziehen kann." Kalium bichromicum hilft nicht nur bei akuten Erkrankungen der Nasenschleimhaut (auch Mund, Rachen, Luftröhre...) mit fadenziehender Absonderung, sondern auch bei nachfolgenden chronischen Beschwerden, wie z.B.wenn eine Verschleimung im Nasen-Rachenraum ins Ohr übergeht.


Echinacea purpurea: zur Stärkung des Immunsystems bei allen Infektionskrankheiten, egal ob durch Bakterien oder Viren verursacht; auch prophylaktisch, wenn die Gefahr einer Ansteckung besteht. Früh genug gegeben, kann es nach erfolgter Infektion sogar Antibiotika ersetzen.

Hals, Nase, Ohren; Infekte, Fieber...