Eine Ausstellung in Manchester, New Hampshire ist Sonya besonders in Erinnerung geblieben: „ Vor Erreichen der Ausstellungshalle gab die Autobatterie ihren Geist auf. Als wir schließlich ankamen, sperrte ich die Tür des Hotelzimmers auf und statt einen Seufzer der Erleichterung von mir geben zu können, mußte ich erschrocken Luft holen wegen der Männerkleidung auf dem Bett und dem Gesang eines „Operntenors“ aus dem Badezimmer. Der Hotelangestellte, der für die Reservierungen zuständig war, hatte irrtümlich mein Zimmer einem anderen gegeben. Ich mußte in das letzte verfügbare Zimmer übersiedeln, in dem eine Glasscheibe im Fenster fehlte. Ich konnte die Katzen auch nicht ins Badezimmer sperren, es hatte keine Tür! Für mich endete das damit, daß ich die ganze Nacht das Fenster bewachte. Trotzdem waren am Morgen die Katzen verschwunden. Mich ergriff Panik. Nachdem ich buchstäblich das Zimmer zerlegt hatte, entdeckten meine Freunde und ich, daß die Katzen sich in ein Loch der Federkernmatratze verkrochen und es sich dort gemütlich gemacht hatten. Es waren alle vorhanden, doch Pushkin fehlte. Ich rannte in die Hotelhalle und konnte gerade noch sehen, wie er einen offenen Fahrstuhl betrat. Die Türen schlossen sich und er fuhr hinunter. Bevor ich noch das Stiegenhaus gefunden hatte, kam der Aufzug zurück herauf und mein Kater stolzierte ruhig von dannen, unberührt von seinem Abenteuer.“

Das war aber noch nicht alles! Es war das erste Mal, daß Coonies in New Hampshire ausgestellt waren und dementsprechen groß war das Interesse des Publikums. Da kam jemand mit einem Mikrophon zu Sonya und fragte, warum diese Rasse, die doch bei den Besuchern so gut ankommt, so lange nicht anerkannt wurde. Die Antwort Sonyas kam prompt: Ursache waren Langhaarzüchter, die nicht wollten, daß eine andere Langhaarrasse in ihr Territorium einbrach.... Sonya hatte keine Ahnung, daß das Teil einer Radioübertragung werden sollte, die später über das Lautsprechersystem der Ausstellungshalle wiederholt wurde.....

..... Von nun an mußte Sonya einiges anhören als sie von Ausstellung zu Ausstellung reiste: „That cat, Dauphin is here,“ oder „Here comes that crazy lady with her Maine Coons.“ Und der Name „barn cat“ war noch ein Kompliment im Verhältnis zu anderen „Kosenamen“, die man Dauphin gab „ That long-haired Stray“ oder “that garbage can cat“. Aber wie Sonya sagte: „Geht es hart weiter, gehen die Harten weiter....Je mehr jemand „nein“ sagt, umso härter streite ich!“ Und natürlich ging Dauphin, von dem Sonya überzeugt war, daß er hinsichtlich des Maine Coon Typs seiner Zeit voraus war, und heute noch ein Sieger auf Ausstellungen sein könnte, weiter auf Ausstellungen.

1972 trat Sonya einem ACFA Klub bei und wurde in der Folge Präsidentin des „Friendly Felines Cat Club“ gewählt.


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