FIP:

Der Erreger ist das feline Coronavirus (FCoV). Die Infektion erfolgt durch Kontakt mit Viren, die mit dem Kot FCoV-infizierter Katzen ausgeschieden werden. In der Außenwelt sind Coronaviren relativ resistent gegen Umwelteinflüsse. Sie können im Boden und im feuchten Untergrund bis zu sechs Wochen und mehr infektiös bleiben.

Es gibt zwei Coronaviren bei der Katze, das Feline Enterale Coronavirus (FECV) und das FIP-Virus (FIPV). Inzwischen weiß man, daß die FIPV-Stämme Mutanten der FECV sind, die während einer Infektion spontan entstehen.

Die Enteritis, die durch ein nichtmutiertes FECV hervorgerufen wird, ist meist mild und vorüberegehend.

FIP wird am häufigsten bei jungen Katzen unter einem Jahr beobachtet, gelegentlich tritt die Krankheit auch bei sehr alten Tieren auf.

Die klinisch manifeste FIP tritt in zwei Formen auf, der exsudativen, nassen Form, die mit Flüssigkeitsansammlung in den Körperhöhlen einhergeht und der granulomatösen, trockenen Form, bei der es zu einer granulomatösen Entzündung in verschiedenen Organen kommt. Es gibt aber auch Mischformen.  Am häufigsten sind die Organe der Brust- und Bauchhöhle betroffen, besonders Leber und Niere, seltener andere Organe wie Zentralnervensystem und Auge.

Es gibt keine effektive Therapie für eine klinisch manifeste FIP. Eine Behandlung kann bei einigen Tieren die klinischen Symptome abmildern, manchmal sogar für ein paar Monate. Die meisten Katzen sterben jedoch innerhalb kurzer Zeit (meist wenige Wochen) nach dem ersten Auftreten klinischer Symptome.


Die Diagnose der exsudativen FIP ist meist relativ einfach und sicher zu stellen. Oft werden bereits bei der klinischen Untersuchung Flüssigkeitsansammlungen im Abdomen offensichtlich, die dann durch Röntgen und Ultraschall bestätigt werden. Aber auch wenn das Punktat typisch aussieht, können allein durch makroskopische Betrachtung und zytologische Untersuchungen andere Ergußursachen, wie beispielsweise baktrielle Pleuritiden oder Peritonitiden, nicht sicher ausgeschlossen werden.

Die Diagnose einer granulomatösen FIP kann sehr schwierig sein, vor allem bei Katzen mit unspezifischen Symptomen wie Fieber, Apathie und Inappetenz. Häufig werden dabei auch Antikörpertests, sogenannte 'FIP-Tests', zur Diagnostik eingesetzt.

Schon der Name 'FIP-Test' ist nicht korrekt, da die Testkits nicht spezifische Antikörper gegen den potentiell letalen mutierten FIPV-Stamm, sondern gegen alle Felinen CoronaViren nachweisen. Der Test sagt nur aus, daß die Katze irgendwann einmal mit irgendeinem Coronavirus infiziert wurde und Antikörper trägt. Falls die Katze bereits gegen FIP geimpft ist, könnte dies ebenfalls zu einem positiven Testergebnis führen (obwohl die neue attenuierte intranasale Vakzine vorwiegend die lokale und zelluläre Immunität anregen soll, kann sie auch zur Entwicklung von niedrigen Antikörpertitern führen.)

Die diversen Coronaviren sind sehr verbreitet. Daher hat ein Großteil aller Katzen bereits irgendwann einmal mit irgendeinem Coronavirus Kontakt gehabt. Der Test allein sagt daher eigentlich gar nichts aus. Sinnvoll ist er höchstens vor einer FIP-Impfung, deren Sinn aber ebenfalls äußerst zweifelhaft ist, siehe Impfungen.


FIV

Hier handelt es sich um eine Erkrankung, die der AIDS-Erkrankung des Menschen ähnlich ist. Gegen diese Erkrankung gibt es keine Impfung. Der FIV-Test ist aus Vorsorgegründen allerdings unbedingt zu empfehlen.

Feline Infektiöse Peritonitis Feline Immundefizienz-Virus